Die Absicherung eines Krankentagegelds (KTG) ist sinnvoll, wenn durch einen Krankheitsfall über einen längeren Zeitraum ein Verdienstausfall droht. Insbesondere Selbständigen droht schnell eine besondere Gefahr, dass sie auch in den ersten sechs Wochen einer Krankheit keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gegen einen Arbeitsgeber geltend machen können. Aber auch Arbeitnehmer mit hohem Einkommen sollten sich gegen einen drohenden Verdienstausfall absichern.

Bitte beachten Sie: Angestellte erhalten nach Eintritt einer Krankheit insgesamt sechs Wochen ihren vollen Lohn durch ihren Arbeitgeber (Sog. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall). Danach erhält der Angestellte für weitere 78 Wochen ein Krankengeld von der Krankenversicherung. Dieses Krankengeld beträgt in der Regel nur noch 70% vom Brutto und höchstens 90% vom Nettoeinkommen. Wichtig zu wissen ist, dass der Tagessatz des Krankengeldes auf einen Höchstbetrag begrenzt ist. (2019 waren es 105,88 EURO).

Privat Krankenversicherte erhalten i.d.R. ebenfalls bis zur 78 Krankheitswoche ein Krankengeld (sofern dies mitversichert ist). Um diese Versorgungslücke zu schließen, empfiehlt sich der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung.

Um diese Versorgungslücke zu schließen, empfiehlt sich der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung.

Als Orientierungsgröße gilt: Mind. 80% (besser: 100%) Ihres mtl. Nettoeinkommens aus Arbeitstätigkeit (mindestens 1.158 €) + PKV-Beitrag (private Krankenkasse) sind notwendig, um den gewohnten Lebensstandard zu halten; i.d.R. erhält man mind. 70% des Nettoeinkommens als Krankengeld von der (gesetzlichen) Krankenkasse.

Bitte beachten Sie: Selbständige, die eine private Krankentagegeldabsicherung abschließen, können selbst entscheiden, ab welchem Zeitpunkt diese greift. Das Krankengeld ist grundsätzlich steuerfrei und muss auch nicht in der Einkommensteuererklärung als Einnahme deklariert werden.